Pilotstudie LPB Dumagns

Zur Erhaltung von kulturhistorisch wertvollen Baugruppen im Temporärsiedlungsbereich werden in Graubünden Erhaltungszonen ausgeschieden. Da nebst Baugruppen auch verstreut stehende Bauten die Kulturlandschaft auf der Maiensässstufe prägen, sieht die Raumplanungsverordnung des Bundes (RPV) in Art. 39 Abs. 2 die Möglichkeit vor, Kulturlandschaften mit landschaftsprägend geschützten Bauten (LPB) zu bezeichnen. Dies mit dem Ziel, intakte, traditionelle Kulturlandschaften und deren Bewirtschaftung zu erhalten. Mit der Unterschutzstellung von Landschaft und Bauten, können Ställe zu Wohnzwecken umgenutzt werden. Der Kanton Graubünden hat die Anwendung von Art. 39 Abs. 2 RPV im kantonalen Richtplan vorgesehen.

Mit der Genehmigung des kantonalen Richtplans hat der Bundesrat den Kanton aufgefordert, die Anwendung von Art. 39 Abs. 2 RPV zu präzisieren. Dies erfolgte im Rahmen eines Pilotprojektes im Maiensässgebiet Dumagns in der Gemeinde Casti-Wergenstein. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt sind in den regionalen Richtplan LPB Val Schons eingeflossen, welcher im Jahr 2009 von der Regierung genehmigt wurde.

Bebauungstruktur und Skizzen vom Umbau eines Ökonomiegebäudes
Bebauungsstruktur und Konstruktionsskizzen

Im Auftrag des Kantons erarbeitete Stauffer & Studach in einer Arbeitsgemeinschaft das Pilotprojekt LPB Dumagns und wirkte anschliessend bei der Erarbeitung des regionalen Richtplans mit. Stauffer & Studach setzte anschliessend die Anwendung von Art. 39 Abs. 2 RPV erstmals im Kanton auf Stufe der Nutzungsplanung konkret um.