Ortsplanung Maienfeld

Die Stadt Maienfeld hat ihre Ortsplanung in den Jahren 2006 bis 2010 umfassend überarbeitet. Ein Schwerpunkt der Revision bildete die Freiraumplanung im Bereich der historischen Siedlung.

Maienfeld hat ein Ortsbild von nationaler Bedeutung. Die drei markanten Grünräume in den Gebieten "Marschallgut/Oberer Schellenberg", "Steigstrasse/Spitalgasse/Vorstadt" und "Kruseckgasse/Lurgasse/Vorstadt" prägen das historische Siedlungsgefüge wesentlich mit. Der Nutzungsdruck auf diese Gebiete ist durch die gute Wohnlage relativ gross. Um dem Verlust identitätsstiftender Freiräume entgegenzuwirken hat die Stadt eine kooperative Planung zum Erhalt prägender Siedlungsräume eingeleitet.

Auf der Basis gezielter Analysen und ortsbaulicher Studien wurden die raumspezifischen Charakteristiken aufgezeigt und in einen grösseren Kontext gestellt. In Zusammenarbeit mit den Eigentümern wurden Lösungen erarbeitet, um die erkannten Qualitäten zu erhalten und trotzdem das Land auch der baulichen Nutzung zuzuführen. Es wurde allseits erkannt, dass nur eine Nutzungsreduktion und gleichzeitig eine gezielte Nutzungskonzentration an den Grünraumrändern die erkannten Werte erhalten können. Die Situierung und die Korngrösse der Bauten wurden in differenzierter Weise auf die unterschiedlichen historischen Baustrukturen und Eigentumssituationen abgestimmt.

Ausschnitte Zonenplan und Genereller Gestaltungsplan 1997 (oben) und 2010 (unten)
Zonenplan 1997 / 2010

Stauffer & Studach erarbeitete im Auftrag der Stadt Maienfeld, nebst der Gesamtrevision der Ortsplanung, die ortsbaulichen Konzeptionen für die drei genannten Gebiete und setzte diese durch gezielte planerische Anordnungen gebietsspezifisch in die Planungsmittel um. Mit dem eingeleiteten Prozess der gemeinsamen und konkreten Lösungssuche ist es dem Stadtrat in Zusammenarbeit mit Stauffer & Studach gelungen, das Verständnis für schwer vermittelbare öffentliche Interessen zu schaffen. Dies war die Voraussetzung, um effektiv über planerische Alternativen nachzudenken und über andere Wege die Werte zu erhalten, ohne auf eine Entwicklung zu verzichten.