Modell Rothenbrunnen - Modell zur Verhinderung der Baulandhortung

Die Baulandhortung stellt für viele Gemeinden eine Bedrohung der gesunden Siedlungsentwicklung dar. Die oftmals genügend gross bemessenen und weitgehend erschlossenen Bauzonen werden in Erwartung steigender Preise häufig als Kapitalanlage betrachtet und entsprechend gehortet. Die Gemeinde Rothenbrunnen suchte nach einem Ansatz, dem entgegenzuwirken.

Beim Modell Rothenbrunnen handelt es sich um eine Bauverpflichtung mit der möglichen Sanktion eines Rechtes zur Übernahme des Bodens durch das Gemeinwesen im Falle einer Nichterfüllung. Die Baulandverfügbarkeit wird hoheitlich nach raumplanerischen Kriterien via Baugesetz und Zonenplan festgelegt. Die Regelung kann sowohl bei Neueinzonungen wie auch bei bereits eingezontem Bauland angewendet werden. 

Ausschnitt Zonenplan Rothenbrunnen
Ausschnitt Zonenplan Rothenbrunnen

Stauffer & Studach war massgeblich an der Entwicklung und Ausarbeitung des Modells Rothenbrunnen beteiligt. In verschiedenen Bündner Gemeinden wurde das Modell bereits eingeführt. Die Bündner Vereinigung für Raumplanung hat das Modell Rothenbrunnen ins Musterbaugesetz GR aufgenommen.
"Innovatives Modell zur Bekämpfung der Baulandhortung" (VLP-ASPAN 2012)