Automatische Achsen- und Ausgangslageberechnung für Gewässerraumausscheidung

Am 1. Juni 2011 ist die revidierte Gewässerschutzverordnung (GSchV) in Kraft getreten, welche gestützt auf das Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer minimale Gewässerraumbreiten für Fliessgewässer und stehende Gewässer definiert. Die Kantone sind verpflichtet, die Gewässerräume bis Ende 2018 festzulegen.

Im Kanton Graubünden sowie in den Kantonen St. Gallen und Glarus erarbeitet die Stauffer & Studach Raumentwicklung bereits in über 20 Gemeinden die Gewässerraumausscheidung. Um die Ausscheidung der Gewässerräume zu vereinfachen, wurden einige Arbeitsschritte automatisiert. So werden die Gewässermittellinien mittels eines FME Workspace automatisch auf Basis der Daten der Amtlichen Vermessung errechnet. Die Erfassung der notwendigen Attribute erfolgt dann durch den Projektleiter in einer einfachen QGIS-Anwendung. Dank einer zentralen Datenablage in einer PostGIS-Datenbank können mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an der Gewässerraumausscheidung arbeiten und alle Arbeitsschritte werden zentral gesichert und historisiert. Ein durch die Stauffer & Studach Raumentwicklung entwickeltes QGIS-Plugin berechnet automatisiert die Gewässerraum-Ausgangslage gemäss Art. 41a GSchV und erspart so den Zeichnern viel Zeit und Digitalisierungsarbeit.